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1.FC Sonthofen – FC Kempten 0:0

1.FC Sonthofen – FC Kempten 0:0

(von Dieter Latzel)

Keinen Sieger und keine Tore gab es im „Allgäuer Derby“ zwischen dem 1.FC Sonthofen und dem FC Kempten. Die knapp 400 Zuschauer sahen intensiv geführte Zweikämpfe, Emotionen innerhalb und außerhalb des Spielfeldes, aber auch Abspielfehler und Abschlussschwäche. Diese Punkteteilung hilft allerdings beiden Mannschaften nicht so recht weiter. Sonthofen verliert wichtige Zähler im Aufstiegsrennen. Auch für Kempten ist der eine Punkt im Abstiegskampf eigentlich zu wenig. Da diese Partie auch gleichzeitig für den Toto-Pokal-Wettbewerb gewertet wurde, musste nach dem Abpfiff per Elfmeterschießen noch ein Gewinner ermittelt werden. Am Ende erwies sich der FC Kempten mit 8:7 verwandelten Strafstößen treffsicherer und ist damit eine Runde weiter.

Zu Beginn der Partie dominierten die Gäste. Sie gewannen ihre Zweikämpfe, setzten die Hausherren immer mehr unter Druck und erarbeiteten sich einige hochkarätige Torchancen. Nach einer Ecke brachte der FCS den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Dies hätte Christopher Duchardt beinahe ausgenutzt, doch Manuel Schäffler stand goldrichtig und verhinderte für seine Farben einen Rückstand. Kurz darauf war Philip Simon nach Doppelpass mit Thomas Rathgeber durch, scheiterte aber am prächtig reagierenden Sonthofer Schlussmann Marco Zettler. Der Torwart der Gastgeber ließ sich auch nach 20 Minuten bei einem zu kurz geratenen Rückpass von dem dazwischen gespritzten Rathgeber nicht überwinden. Mit zunehmender Spieldauer legten die Hausherren jetzt eine Gang zu und Kevin Haug wäre beinahe die Führung gelungen, doch Baston rettete für seinen geschlagenen Torwart Bodenmüller. Der Gäste-Keeper reagierte etwas später, nach einer Ecke, bei einem Schäffler-Kopfball aber prächtig.

In der zweiten Halbzeit erarbeitete sich der FCS Feldvorteile und rannte gegen die jetzt tief stehenden Gäste an. Kempten verlegte sich aufs Kontern. Beide Mannschaften konnten sich aber vor dem gegnerischen Tor nicht entscheidend durchsetzen, sodass es bei dem Unentschieden blieb.

Gäste-Trainer Matthias Jörg sprach in seiner Analyse davon, dass der eine Zähler in den nächsten Wochen für die Moral seines Teams sehr wichtig sein könnte. „Wir hätten in Führung gehen können. In der zweiten Halbzeit haben wir mit Herz und Leidenschaft verteidigt. Mit dem Auswärtspunkt bin ich auf jeden Fall glücklich“.

Sein Gegenüber Benjamin Müller meinte: Wenn seine Mannschaft weiterhin ganz Oben dabeibleiben möchte, hätte sie gewinnen müssen. „Wir haben mal wieder 20 Minuten gebraucht, bis alle Mann im Spiel waren und wir die Zweikämpfe mit Willen und Leidenschaft so geführt haben, wie es sich gehört. Da das bei uns zunächst fehlte kam Kempten zu den ersten Torchancen“. Sein Team habe sich mit der Zeit zwar mehr Spielkontrolle erarbeitet, außer bei Standartsituationen seien dabei aber kaum zwingende Chancen herausgesprungen. „Nur ein Punkt aus den letzten zwei Spielen ist einfach zu wenig“, winkte er enttäuscht ab.