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TSV 1860 München II – 1.FC Sonthofen 4:1 (2:0)

TSV 1860 München II – 1.FC Sonthofen 4:1 (2:0)

(von Dieter Latzel)

Eine klare Angelegenheit war die 1:4 (0:2) Niederlage des 1.FC Sonthofen bei der Zweitvertretung des TSV 1860 München. Die Hausherren kamen zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und erteilten den Oberallgäuern eine richtige Lehrstunde.

Eigentlich hatte sich der FCS viel vorgenommen. An der Umsetzung haperte es jedoch. Schon in der Anfangsphase ließen die Jung-Löwen ihre Muskeln spielen. Ihr Trainer Frank Schmöller sprach im Vorfeld von seiner „Krabbelgruppe“ die aber abgeklärt, ballgewandt, gedankenschnell und durchsetzungsstark auftraten und so dem FCS das Leben richtig schwer machten. Vor allem bei Standards sah der Aufsteiger gegen die vermeintlich körperlich unterlegenen 60ger sehr schlecht aus. Mit ihrem direkten Angriffsspiel rissen sie immer wieder Löcher, bauten Druck auf und zwangen die Oberallgäuer zu Fehlern. Sonthofen rannte meist nur hinterher und tat sich richtig schwer. Nachdem Gäste-Keeper Marco Zettler den ersten gefährlichen Abschluss noch aus dem Winkel holte, war er wenig später beim Flachschuss von Tim Kloss zum 1:0 (17.) machtlos. Es dauerte eine knappe halbe Stunde, ehe auch die Sonthofer mal gefährlich wurden. Der Schuss von Kevin Haug verfehlte sein Ziel jedoch um Haaresbreite. Auch Marco Faller schaffte den Ausgleich nicht. Torwart Maximilian Rothdauscher parierte glänzend. Besser machte es auf der Gegenseite Milos Cocic beim 2:0 kurz vor dem Seitenwechsel.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff wurde der FCS erneut kalt erwischt und Cocic erhöhte mit seinem zweiten Treffer auf 3:0. In der 61. Minute verkürzte Andreas Hindelang nach Flanke von Armin Bechter zum 1:3. Dieser Sonthofer Hoffnungsschimmer hatte aber nicht lange bestand, denn Kloss stellte fünf Zeigerumdrehungen später, nach einem Freistoß den alten Abstand wieder her. Bei dem 4:1 blieb es bis zum Schluss.

1860-Coach Frank Schmöller sprach von einer relativ klaren Geschichte. „Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein, hätten am Schluss den ein oder anderen Konter aber noch besser fahren können. Wir wussten um die Sonthofer Gefährlichkeit vorne drin. Das haben wir gut verhindert, deshalb geht der Sieg auch in der Höhe in Ordnung“.

Gäste-Trainer Benjamin Müller war dagegen sehr gefrustet. „Das Ergebnis spiegelt die vergangene Trainingswoche wieder. Das war heute sehr ernüchternd“. Seine Mannschaft sei viel zu ängstlich aufgetreten und habe sich überhaupt nichts zugetraut. Zudem habe die defensive Stabilität gefehlt und es seien viele einfache Fehler unterlaufen. „So darf man nicht verteidigen. Wir haben es dem Gegner viel zu leicht gemacht“.