You are currently viewing TSV 1860 München II – 1.FC Sonthofen (Samstag)

TSV 1860 München II – 1.FC Sonthofen (Samstag)

TSV 1860 München II – 1.FC Sonthofen (Samstag)

(von Dieter Latzel)

Wenn der 1.FC Sonthofen (11./22) zum Abschluss der Hinrunde am heutigen Samstag um 14.00 Uhr die Auswärts-Hürde TSV 1860 München II (5./28) überspringen will, muss eine gehörige Leistungssteigerung her. In jedem Fall liegt die Messlatte bei der zu Hause noch unbesiegten Profi-Reserve sehr hoch. Chancenlos ist der Aufsteiger aber keinesfalls. Wenn es gelingt mit mannschaftlicher Geschlossenheit zur Höchstform aufzulaufen, könnte bei dem Favoriten was drin sein.

Die erste Halbserie neigt sich dem Ende zu und es steht die kältere und ungemütlichere Jahreszeit vor der Tür. Die bisherige Punkterunde hat viel Kraft gekostet. Die Langzeitverletzten werden beim FCS noch eine Weile fehlen. Gerade jetzt kommt es darauf an, dass alle Akteure die zur Verfügung stehen noch enger zusammenrücken, eine Schippe draufpacken und Flagge zeigen. In dieser überaus wichtigen Saisonphase geht es darum, sich eine gute Ausgangsposition für die Frühjahrsrunde zu verschaffen. Betrachtet man die Daten und Fakten aus den letzten Spielen trifft der FCS auf die Mannschaft der Stunde. Das Team von Trainerfuchs und Ex-Profi Frank Schmöller, der die Löwen seit 2019 coacht, steht im Power-Ranking ganz oben. Die jungen Akteure sind technisch bestens ausgebildet, trainieren auf Profi-Niveau und haben alle ambitionierte Ziele. Sonthofens Trainer Benjamin Müller spricht von einer sehr schweren Aufgabe, zumal in der vergangenen Woche noch einige krankheitsbedingte Ausfälle hinzu kamen und sich die personelle Lage einfach nicht entspannt. „Wir müssen schauen, dass wir uns in nächster Zeit etwas fangen und uns mit der Situation nicht zufrieden geben“. Seine Mannschaft stehe in der Tabelle zwar aktuell noch ganz ordentlich da, das könne sich aber in den nächsten zwei drei Spieltagen schlagartig ändern. „Dagegen müssen wir ankämpfen und da liegt die Betonung ganz klar auf kämpfen“. Müller weiter: „Dass wir uns rein spielerisch gegen Sechzig nicht über 90 Minuten lang durchsetzen können, dürfte klar sein. Wir müssen aber die Grundtugenden des Fußballs auf den Platz bringen, um denen weh zu tun“. Wenn beim Gegner mal der Ball laufe, gelte es mit viel Leidenschaft und viel Kampf dagegen zu halten. „Gepaart mit unseren fußballerischen Qualitäten wollen wir uns dort wehren und fahren mit einem absolut positiven Gefühl dorthin“.

Für Kapitän Manuel Wiedemann ist es an der Zeit, dass seine Mannschaft auch einmal gegen einen Gegner aus dem vorderenTabellendrittel etwas holt. „Immer nur blöde Sprüche zu klopfen, dass das mal passieren wird, hilft uns nicht weiter. Da sollten wir schon mal Taten folgen lassen und unsere Stärken ausspielen“. Der Routinier weiß, dass sein Team oft zu „Grün“ hinter den Ohren auftrat und deshalb im bisherigen Saisonverlauf schon viel Lehrgeld zahlte. „Das müssen wir endlich ablegen sowie frecher, klüger und auch mal dreckiger agieren. Wir wollen unbedingt was mitnehmen. Da gibt es keine Ausreden mehr“.

Interessierte Fans können den FCS mit dem Bus ab 10.30 Uhr vom Parkplatz der Firma RS-Getriebe begleiten.