TSV Dachau – 1.FC Sonthofen 3:0 (1:0) 1.FC Sonthofen – TSV Dachau 2:1 (2:0)

TSV Dachau – 1.FC Sonthofen 3:0 (1:0) 1.FC Sonthofen – TSV Dachau 2:1 (2:0)

TSV Dachau – 1.FC Sonthofen 3:0 (1:0)

1.FC Sonthofen – TSV Dachau 2:1 (2:0)

(von Dieter Latzel)

Es hat nicht sollen sein Bayernliga-Aufstieg des FCS nach erster Relegationsrunde ade. Am letzten Mittwoch-Abend zeigte der 1.FC Sonthofen beim 2:1 (2:0) Heimsieg über den TSV Dachau eine ganz starke Leistung. Drei Tage später, am Samstag, gab es im Rückspiel in Dachau allerdings eine 0:3 (0:1) Niederlage. Die Kreisstädter waren zwar über weite Strecken ebenbürtig, sie vergaben aber gegen den effektiveren und abgeklärteren Bayernligisten zu viele Torchancen und müssen deshalb in der kommenden Saison in der Landesliga einen neuen Anlauf nehmen.

Am Mittwoch war in der Sonthofer Baumit-Arena einiges geboten im ersten Qualifikationsspiel um den Bayernliga-Aufstieg. Tolle Kulisse – leidenschaftlicher Kampf – Spannung pur – sowie ein 1.FC Sonthofen der in der ersten Halbzeit gegen den TSV Dachau zur Höchstform auflief und am Ende knapp mit 2:1 die Oberhand behielt. Beide Mannschaften warfen alles in die Waagschale. Die Hausherren hatten bis zur Pause Vorteile und gingen durch die Treffer von Kevin Haug in der 33. Minute sowie Marc Penz (42. Minute) in Führung. Nach dem Seitenwechsel gewannen die Gäste immer mehr die Oberhand. Der FCS stand tief und musste einige brenzlige Situationen überstehen. In der 80. Minute, nach einem Ballverlust im Mittelfeld, kam Dachau durch Daniel Leugner zum 1:2 Anschlusstreffer. Sonthofen rettete den knappen Vorsprung aber über die Ziellinie und hatte am Samstag im Rückspiel alle Trümpfe in der Hand.

Auch da enttäuschten die Oberallgäuer, trotz der 0:3 Niederlage keinesfalls. Die Partie begann für sie allerdings wenig verheißungsvoll. Dachau startete mit pfeilschnellen Angriffen. Gleich der erste saß, als Nickoy Ricter in der 2. Minute nicht entscheidend gestört wurde und von der Strafraumgrenze das 1:0 erzielte.  Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Gäste die Partie jedoch in den Griff und erspielten sich ebenfalls gute Möglichkeiten. Den ersten Sonthofer Abschluss von Kevin Haug parierte nach einer Viertelstunde Torwart Jakob reaktionsschnell. Mitte der ersten Halbzeit Riesenglück für den Bayernligisten, dass der Liebherr-Kopfball im Anschluss an eine Ecke vor der Torlinie geblockt wurde und Haug den Nachschuss freistehend in die Wolken donnerte. Auf der Gegenseite war wenig später auch der FCS im Glück, als Ricter einen Foulelfmeter übers Tor schoss. Der vermeintliche Verursacher Tom Liebherr sagte später, dass das ausgleichende Gerechtigkeit gewesen sei. „Meine Abwehraktion war nie und nimmer ein Elfer. Ich weiß nicht was der Schiedsrichter da gesehen hat, denn ich habe nur den Ball gespielt“. Das habe der vermeintlich Gefoulte hinterher sogar zugegeben, meinte er. Als sich in der 44. Minute bei einem FCS-Angriff Dachau‘s TW Jacob und ein Verteidiger gegenseitig behinderten, hätte Hindelang den Ausgleich erzielen können, denn das Tor war leer.

Auch in der zweiten Halbzeit ließ der FCS nicht locker, vergab aber selbst die besten Chancen. So wie der starke Armin Bechter, der anstatt einfach abzuziehen, lieber abspielte. Dadurch verpuffte die Möglichkeit. Auf der Gegenseite konnte sich zwischenzeitlich Gäste-Keeper Marco Zettler gegen Mario Maric auszeichnen. Dann wieder Sonthofen mit dem durchgebrochenen Haug, der im Eins zu Eins an Torwart Jakob scheiterte, genauso wie Penz in der nächsten Szene. Nicht besser erging es dem bärenstarken Tom Liebherr, dessen Kopfball der Dachauer Schlussmann sensationell aus dem Winkel fischte. Mitten in diese Sonthofer Drangphase fiel die Vorentscheidung, als Stefan Vötter einen Konter mit einem 22-Meter-Knaller ins lange Eck zum 2:0 abschloss. Davon erholten sich die Oberallgäuer nicht mehr. Sie kämpften zwar weiter verbissen um die Verlängerung, muss aber in der Nachspielzeit, als der Unparteiische bei einem Tackling gegen Kapitän Manuel Wiedemann weiterlaufen ließ, sogar noch das 0:3 von Sebastian Brey hinnehmen.

Stimmen zum Spiel:

Trainer Benjamin Müller: In Dachau war es ein denkbar ungünstiger Start ins Spiel. Wir haben uns nach dem Gegentor allerdings nur kurz geschüttelt, dann waren wir gut drin in der Partie, konnten danach aber leider einige hundertprozentige Torchancen nicht verwerten. Klar hatten wir auch Glück, dass Dachau den Elfer verschoss, aber letztendlich waren es in den 90 Minuten zwei Distanzschüsse die die Partie entschieden. Bis zum zweiten Gegentor hatten wir eine ganz starke Phase. Das 0:2 hat uns das Genick gebrochen. Danach war ein Bruch drin. Zwar hätten wir nur ein Tor zur Verlängerung gebraucht, konnten aber nichts Zwingendes mehr herausspielen.