TuS Geretsried – 1.FC Sonthofen 1:1 (1:0)

TuS Geretsried – 1.FC Sonthofen 1:1 (1:0)

TuS Geretsried – 1.FC Sonthofen 1:1 (1:0)

(von Dieter Latze)

In letzter Sekunde erreichte der 1.FC Sonthofen beim TuS Geretsried ein 1:1 (1:0) Unentschieden und konnte sich in dem farbigen Duell (9 gelbe, 1 rote Karte) wie der moralische Sieger fühlen. Seit 16 Spielen sind die Oberallgäuer nun unbesiegt. Der Spitzenreiter rannte in Unterzahl eine Stunde lang an, bevor in der Nachspielzeit Joker Umut Akan stach.

In der Anfangsphase wurde der FCS gleich mal kalt erwischt, denn Cengiz Basaran brachte die Hausherren nach 2 Minuten mit einem trockenen Schuss 1:0 in Führung. Johannes Bahnmüller hätte diese Führung (9.) im Anschluss an eine Ecke sogar ausbauen können. Die Sonthofer taten sich zunächst schwer. Ihre Aktionen waren zu ungenau und es fehlte an Spielwitz. Siebrauchten eine halbe Stunde ehe sie das erste Mal gefährlich wurden. Zuerst zielte Markus Notz drüber und kurz darauf scheiterte er mit einer Top-Chance am prächtig reagierenden Torwart Sebastian Untch. Zu allem Übel erhielt Tom Liebherr in der 39. Minute wegen einer Notbremse die Rote Karte. In Unterzahl rannte der FCS nun dem Rückstand hinterher und wurde in der zweiten Halbzeit bestimmender. Zunächst konnte sich die Müller-Truppe aber gegen die massiv verteidigenden Gastgeber nicht durchsetzen. Die hielten den knappen Vorsprung und setzten mit ihren Kontern immer wieder Nadelstiche. So wie Fabijan Podunavac der an FC-Keeper Marco Zettler scheiterte, oder Sebastian Rosina mit einem Pfostenknaller in der Schlussphase. Der FCS warf jetzt alles nach Vorn und wurde für seine mutige Spielweise belohnt. Gleich im Anschluss an seine Einwechslung scheiterte Umut Akan zuerst noch. Doch in der 3. Minute der Nachspielzeit stand er goldrichtig, als Torwart Untch einen Keller-Knaller abgewehrt hatte und glich zum 1:1 aus. Für Sonthofens Trainer Benjamin Müller zeigte seine Mannschaft in Unterzahl die richtige Reaktion. „Es mag für Geretsried etwas bitter klingen, aber aus meiner Sicht war es ein verdienter Punktgewinn. Wenn sich die Hausherren 60 Minuten hinten reinstellen, auf Konter spielen und die Torchancen nicht machen, dann müssen sie damit rechnen, dass sich das in letzter Sekunde rächt“.