TSV Schwabmünchen – 1.FC Sonthofen (Sonntag)
(von Dieter Latzel)
Das ist ein ganz schöner Brocken, was sich dem 1.FC Sonthofen in den Weg stellt, wenn es an diesem Sonntag um 16.00 Uhr auswärts zum Aufeinandertreffen mit demungeschlagenen Tabellenführer TSV Schwabmünchen kommt. Sollte dem Bayernliga-Absteiger der dritte Sieg in Folge gelingen, würde er mit seiner Bubi-Truppe den routinierten Hausherren kräftig auf die Pelle rücken.
Man wird sehen, ob die jungen Wilden in dieser frühen Saisonphase schon das Zeug dazu haben eine Spitzenmannschaft zu ärgern. Zuletzt zeigte ihre Leistungskurve stetig nach Oben. Die Voraussetzungen scheinen jedenfalls vorhanden zu sein. Trainer Oleg Weber spricht zwar von einer großen Herausforderung, aber auch von einer guten Ausgangssituation. „Wir haben uns in den bisherigen vier Spielen immer gesteigert, zuletzt gegen Stätzling vier Tore geschossen und hinten zu Null gespielt“. Das klare Ergebnis sollte zwar nicht überbewertet werden, gebe aber auf jeden Fall Selbstvertrauen. Die Partie in Schwabmünchen werde ein richtiger Gradmesser. „Wir reisenmit breiter Brust an. Fahren allerdings nicht dorthin, um uns nur hinten rein zu stellen. Wir wollen mitspielen und auf alle Fälle was mitnehmen“.
Auch Spieler-Trainer Andreas Hindelang erwartet einen richtigen Härtetest. „Die haben ja bisher alles gewonnen und dabei die meisten Tore (14) erzielt. Schon in der letzten Saison gehörten sie zu den Spitzen-Teams und haben uns ja in der Relegation um die Bayernliga (0:1/2:0) ausgeschaltet. Schon damals haben wir gemerkt, was das für eine schwierige Aufgabe ist“. Der Kader von Schwabmünchen sei sehr gefestigt. Die seien zusammengeblieben und hätten mit einigen Neuzugängen zudem weitere Qualität dazubekommen. Seine Mannschaft brauche sich aber nicht zu verstecken. „Solche Partien sollten den Akteuren am meisten Spaß machen, denn da kann man sich mit den besten messen. Mit den zuletzt gezeigten Leistungen und dem positiven Schwung sei man nicht chancenlos. „Wir werden mit breiter Brust auftreten. An einem guten Tag können wir alles erreichen. Man sieht es ja in der Liga, da kann jeder jeden schlagen“.
Auf Torwart Marco Zettler, der diese Woche seinen 27. Geburtstag feierte, könnte eine Menge Arbeit zukommen. Der Kapitän glaubt, dass sich seine Mannschaft nach den leichten Startschwierigkeiten mittlerweile gefunden habe und immer besser in Schwung kommt. „Drei Punkte als nachträgliches Geburtstagsgeschenk wären schon klasse. Wir haben ja zum letzten Jahr etwas angepasst und kommen mit dem neuen System immer besser zurecht. Positiv könnte sich zudem auswirken, dass wir ja vor kurzem in der Relegation zweimal gegen diesen Gegner gespielt haben und werden uns darauf einstellen“. Zettler hofft, dass alle aus der dortigen Auswärtsniederlage (0:2) gelernt haben. „Bisher hat der Gegner ja alles gewonnen und ist in der aktuellen Saison wieder eine der stärksten Mannschaften. Aber auch wir sind gut drauf, deshalb bin ich optimistisch“. Die Tagesform dürfteseiner Meinung nach eine entscheidende Rolle spielen. „Wir wollen oben dran bleiben und ein gutes Spiel abliefern. Der Wille und der Einsatz müsse stimmen, dann sollte alles möglich sein“.
Eine Mitfahrgelegenheit mit dem Bus besteht ab 12.30 Uhr vom Parkplatz der Firma RS-Getriebe.
