SG Fischen – Sonthofen – Altstädten
Aus dem Duo wird ein Trio
(von Dieter Latzel)
Die Spielgemeinschaft Fischen – Sonthofen hat Zuwachs bekommen. Ab sofort stößt auch der letztjährige A-Klassist FC Altstädten im Seniorenbereich zu dem Duo hinzu. Was vor zwei Jahren als mutiger Schritt der Nachbar-Clubs TSV Fischen und der zweiten Mannschaft des 1.FC Sonthofen begann, hat sich bewährt. Die Spielgemeinschaft konnte sich in diesem Zeitraum sportlich sowie organisatorisch entwickeln und zeigt, wie Zusammenhalt im Amateurfußball funktioniert. Mit frischem Elan, einem jungen Team und dem klaren Ziel, weiter zusammenzuwachsen, will sich das zukünftige Trio in der kommenden Kreisklasse- sowie B-Klasse-Spielzeit beweisen.
Schon bevor der TSV Fischen und der FCS II die SG gründeten, gab es damals zwischen Fischen und dem FC Altstädten die ersten Berührungspunkte, so Altstädten‘szweiter Vorsitzender Taner Karaagac. „Da hatten wir mit dem TSV bereits intensive Gespräche geführt. Zu dem Zeitpunkt hat es allerdings nicht geklappt. Für uns war es damals einfach alles einen Schritt zu schnell. Umso erfreulicher ist es, dass wir jetzt zusammen gefunden haben“. Denn vor einiger Zeit habe man einen neuen Anlauf unternommen. „Ein paar Wochen ist es her, da gab es eine Auftakt-Info-Veranstaltung, an dem die Spieler der drei Vereine eingeladen waren“. Unter Teilnahme der Vereinsvorstände habe man das Organisatorische vorgestellt und wieso man vom FC Altstädten aus diesen neuen Weg gehen möchte aber auch müsse, so Karaagac. „Uns ist bewusst, dass wir damit alte Mauern einreißen müssen um etwas Neues zu schaffen. Wirfreuen uns aber auf die zukünftige Zusammenarbeit“.
Die Vorteile dieser Partnerschaft liegen für alle drei Vereine auf der Hand: Zum einen verbessert sich die sportliche Perspektive. Die SG1 wird wie zuletzt in der Kreisklasse angreifen, die SG2 wird in der B- Klasse auf Punkt- und Torjagd gehen. Vor allem für die Jugendspieler, welche in den Herrenbereich wechseln, soll es damit attraktiver werden im Heimatverein zu bleiben. Durch die größere Kaderstärke dürfte der Spielermangel infolge des demografischen Wandels der Vergangenheit angehören. Ziel sei es, dass sich der verschärfte Konkurrenzkampf leistungsfördernd auswirkt. Ein Pluspunkt sind auch die nahe beieinanderliegenden Trainings- und Spielstätten. „Im Radius von 6 Kilometer besteht die große Chance auf drei unterschiedlichen sportlichen Bühnen der jetzigen jungen Generation etwas aufzubauen“, so Taner Karaagac. Die Präsidenten Matthias Schmidle vom FCS, Wolfgang Klaus von Fischen und Michael Butzlaff vonAltstädten sind sich einig, dass die praktischen Dinge, wie Trainings- und Spielstätten in dieser neuen Dreier-Konstellation immer wieder neu geregelt werden müssen. Kompromisse seien Voraussetzung, dass im Sinne derBeteiligten alles fair aufgeteilt werden kann.
