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1.FC Sonthofen – TSV 1860 Weißenburg (Samstag)

1.FC Sonthofen – TSV 1860 Weißenburg (Samstag)

(von Dieter Latzel)

Für den 1. FC Sonthofen steht am 6. Spieltag der Fußball-Landesliga Südwest ein Duell auf dem Programm, bei dem die Rollen auf dem Papier klar verteilt sind. Die Oberallgäuer empfangen am heutigen Samstag um 16.00 Uhr im heimischen Illerstadion Schlusslicht TSV 1860 Weißenburg. Während Sonthofen aktuell mit vier Punkten auf Rang 13 steht, wartet Weißenburg nach den ersten fünf Saisonspielen noch auf den ersten Zähler und belegt damit den 18. und letzten Tabellenplatz.

Trotz der unterschiedlichen Ausgangslage dürfte die Partie für die Hausherren alles andere als ein Selbstläufer werden, denn beim FCS war zuletzt Sand im Getriebe. Vier Zähler aus fünf Begegnungen sind für die Gastgeber sicherlich noch nicht die Bilanz, die man sich zum Saisonstart erhofft hatte. Umso wichtiger wäre ein Heimsieg, mit dem der Abstand zu den hinteren Tabellenplätzen vergrößert werden könnte. DieKonsequenz vor dem gegnerischen Tor, eine konzentrierte Defensivleistung gepaart mit dem größeren Siegeswillen dürften dabei entscheidende Faktoren sein.

 

FCS-Coach Oleg Weber erwartet nach der enttäuschenden Leistung gegen Bobingen eine Reaktion der Mannschaft. Vor allem die erste Halbzeit war eines der schwächsten Spiele, die ich gesehen habe, seit ich hier Trainer bin. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns zwar etwas steigern, haben aber auch dort nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten. Weber erklärt, dass das Spiel ausführlich analysiert wurde und alle wissen, wo die Fehler lagen. Natürlich ist die aktuelle Situation schwierig, gerade weil wir auch gegen Bobingen ein Spiel verloren haben, das wir an sich nicht hätten verlieren müssen. Trotz der schwachen Leistung haben wir nicht viel zugelassen, kassierten aber das 0:1 einfach viel zu billig.

Jetzt sei die Mannschaft gefragt. Gegen Weißenburg müssen wir die richtige Reaktion zeigen. Dabei geht es nicht nur um taktische und spielerische Dinge, sondern vor allem darum, die Köpfe wieder frei zu bekommen und die Freude am Fußball zurückzugewinnen. Zuletzt war eine gewisse Verunsicherung zu spüren, was angesichts der vergangenen Ergebnisse auch nachvollziehbar ist. Umso wichtiger sei es, wieder mit Spaß und Selbstvertrauen auf den Platz zu gehen. Die Fehler wurden angesprochen und analysiert. Nun gilt es den Blick nach vorn zurichten.Ich bin weiterhin fest davon überzeugt, dass wir trotz unserer aktuellen Tabellenposition eine richtig gute Landesliga-Mannschaft haben. Ich glaube an die Qualität des Teams und an jeden einzelnen Spieler. Wir müssen jetzt gemeinsam den Bock umstoßen und wieder in die richtige Richtung kommen. Ich bin überzeugt davon, dass wir die nötige Reaktion zeigen werden und bin zuversichtlich, dass wir gegen Weißenburg den ersten Schritt dafür machen.

 

Auch Innenverteidiger Diar Blaku hat sich nach dem letzten SpielGedanken gemacht, was sich ändern sollte, damit der FCS-Motor wieder in Schwung kommt. „Wir sind in der Bringschuld und möchten es dieses Mal einfach besser machen, verspricht er. Unabhängig vom Tabellenplatz nehmen wir jeden Gegner sowieso sehr ernst und werden mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sicher alles raushauen. Wie es gehen könnte, haben wir schon des Öfteren bewiesen“. Schwierige Phasen werde es immer wieder geben. Da wäre es hilfreich schnell dazuzulernen und diese in Zukunft ohne Gegentreffer zu überleben. Spielkontrolle heißt für mich das Zauberwort. Fehler minimieren und im defensiven Zentrum kompakter stehen. Deshalb muss es einfach gelingen unser Zweikampfverhalten zu verbessern. Vor allem bei den 50 zu 50 Duellen schon im Kopf schneller zu schalten als der Gegner“, sagt der 24jährige.

 

Der TSV 1860 Weißenburg reist dagegen mit dem klaren Ziel ins Oberallgäu, endlich den ersten Punktgewinn der Saison einzufahren. Die Gäste stehen entsprechend unter Druck und werden alles daransetzen, die Partie möglichst lange offen zu halten. Für Sonthofen bedeutet das, von Beginn an aufmerksam zu sein und den Gegner nicht durch einfache Fehler ins Spiel kommen zu lassen.

Die Zuschauer dürfen sich somit auf eine Begegnung freuen, in der es für beide Mannschaften um viel geht.