1.FC Sonthofen – FC Kempten (Freitag)
(von Dieter Latzel)
Ein besonderes Schmankerl gibt es am heutigen Freitag-Abend zum Landesliga-Rückrundenstart im Sonthofer Illerstadion zu sehen, wenn der heimische FCS (7./31 Punkte/ 32:20 Tore) um 19.00 Uhr den FC Kempten (6./32/31:21) herausfordert. Dieses immer wieder junge „Derby“ zählt zu den Saison-Highlights und dürfte erneut die Massen anziehen. Man kennt sich, man schätzt sich, aber Freundschaften werden ruhen, denn die Rivalität ist groß. Ein Favorit ist nur schwer auszumachen, da die unmittelbaren Tabellennachbarn bis jetzt auf Augenhöhe per formt haben. Bei beiden Mannschaften überwiegen die positiven Saisonphasen. Keiner hat etwas zu verschenken. Um den Punkteabstand nach Oben nicht größer werden zu lassen, würde hüben wie drüben ein Sieg gut tun. Das dürfte für zusätzliches Salz in der Suppe sorgen. Die Hausherren wissen aber, dass für sie die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Zuletzt gab‘s nach fünf Dreiern in Serie gegen Jetzendorf mit 2:4 mal wieder eine Niederlage. Damit der Aufwärtstrend nicht abreißt, sollte diese Pleite am besten eine Eintagsfliege bleiben. An genügend Motivation wird es sicher nicht fehlen, denn der FCS hat aus dem Hinspiel eine 1:2 Niederlage wett zu machen.
Gegner Kempten reist mit zuletzt vier Siegen in Serie an und dürfte mit breiter Brust auftreten. Die Gäste gewannen zuletzt beim Spitzen-Team Dachau mit 2:1. Damit setzte sich die Truppe des Spielertrainerduos Felix Thum und Manuel Wiedemann in der Tabelle unmittelbar vor den FCS. Im Kader von Kempten stehen etliche ehemalige Sonthofer. In diesem Jahr kamen noch Johnny Martin sowie Routinier Andreas Hindelang dazu. Der ehemalige FCS-Spielertrainer bombt nach einer Verletzungsunterbrechung für seinen neuen Clubwieder fleißig ein.
FCS-Coach Oleg Weber sagt: „Es gibt kaum geilere Spiele als solche Derbys! Genau auf solche Duelle freut man sich als Fußballer, und deshalb müssen wir mit voller Vorfreude, Leidenschaft und Entschlossenheit in dieses Spiel gehen. Uns ist allen bewusst, dass wir nach der Leistung gegen Jetzendorfein völlig anderes Gesicht zeigen müssen. Ich bin zuversichtlich und zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir als Mannschaft die richtige Reaktion zeigen werden“. Seine Jungs sollen gegen den Ball aggressiver, kompakter und kompromissloser auftreten und mit dem Ball wieder mutiger, zielstrebiger und mit mehr Spielfreude agieren, so Weber. „In einem Derby zählen Einsatz, Wille und Leidenschaft und genau das müssen wir von der ersten bis zur letzten Minute auf den Platz bringen“.
Auch Sonthofens Nationalspieler Noman Walizada, der zu Saisonbeginn von Kempten zum FCS gewechselt ist und den Gegner bestens kennt, sagt, dass da eine richtig starke Truppe auf sein Team zukommt. „Die sind zwar besser gestartet, aber auch wir sind mit etwas Verzögerung auf den richtigen Weg gekommen“. Nach der Erfolgsserie gab’s zuletzt mal wieder einen Dämpfer. „Das war nicht unser Tag. Die Pleite sollten wir jedoch schnell vergessen, daraus lernen und mit einer positiven Stimmung die nächste Aufgabe angehen. Die Saison ist noch lang und wir haben noch viele Spiele“. Walizada freut sich auf das Derby. „Das wird richtig heiß. Aber egal gegen wen es geht, wir wollen uns weiter verbessern und hungrig bleiben. In dieser wichtigen Phase zählt ein kühler Kopf. Wir werden unser Bestes geben, damit die Punkte in Sonthofen bleiben“, verspricht er.
Mannschaftskollege Leart Blaku hat sich vergangenen Samstag im kleinen Derby gegen die Kemptener Reserve mit 6 Treffern schon mal warm geschossen. Der Stürmer erwartet eine Top-Begegnung auf Augenhöhe, schon allein auf Grundder Tabellensituation. „Wegen solchen Momenten spielt man Fußball“. Für den 25jährigen dürfte es interessant werden, welcher Spielstiel sich am Ende durchsetzt. Blaku glaubt, dass derjenige der weniger Fehler macht, die besseren Karten besitzt. „Wir wissen was wir drauf haben und dass wir jeden Gegner schlagen können. Wenn wir unsere eigenen Stärken wieder finden, bin ich überzeugt davon, dass dieses Mal das bessere Ende auf unserer Seite ist“.
