FC Kempten – 1.FC Sonthofen (Mittwoch)
(von Dieter Latzel)
In der ersten „Englischen Woche“ kommt es am heutigen Mittwoch-Abend um 18.30 Uhr in der Landesliga Südwest erneut zu einem „Nachbarschafts-Derby“ wenn der 1.FC Sonthofen seine Visitenkarte beim FC Kempten abgibt. Die Hausherren sind etwas besser gestartet als der FCS. Den ersten Sieg haben sie bereits eingefahren. Daran arbeitet der Bayernliga-Absteiger noch und möchte heute einen weiteren Schritt nach Vorn tun.
Am vergangenen Samstag beim 3:3 gegen Dachau zeigten die junge Sonthofer Truppe gegenüber der 0:3 Auftakt-Pleite in Durach, dass sie dazugelernt hat. Es ist aber noch kräftig Luft nach Oben. Starke Phasen wechselten mit weniger guten. Insgesamt fehlte es an der Konstanz und der defensivenStabilität.
„Auf dieses Aufeinandertreffen freut sich jedenfalls ein jeder. Ich als Trainer, weil wir auf einige ehemalige Jungs treffen, die ich in der U19 vom FC Memmingen trainiert habe.Kollege Andi Hindelang sowie die Spieler, da es mit Sonthofens langjährigem Kapitän Manuel Wiedemann, der jetzt zusammen mit Kevin Hailer den Gegner trainiert, ein Wiedersehen gibt. Eben deshalb, weil hüben wie drüben Akteure stehen, die schon für beide Vereine im Einsatz waren,ist es ein ganz besonderes Spiel“, sagt FCS-Coach Oleg Weber. Nach den beiden Anfangs-Partien hofft er, dass sein Team dort den ersten Sieg holt. Das sei jedenfalls das große Ziel. Weber weiß aber auch genau, dass solche Derbys ihre eigenen Gesetze schreiben und alles passieren kann. „Auf die zuletzt gegen Dachau gezeigten Leistungen können wir aufbauen. Wenn mein Team mit dieser Leidenschaft, dieser Energie und Emotionalität zu Werke geht, wird das hoffentlich der erste Dreier, den wir in dieser Saison einfahren“. Weber muss aber die Startelf umbauen, da sich Maurice Jaumanngegen Dachau verletzt hat. Phillip Simon, der für ihn reinkam, habe das richtig gut gemacht. „Er hat einen super Job auf der linken Seite abgeliefert. Inzwischen kommt der ein oder andere verletzte Spieler wieder zurück. Das heizt den Konkurrenzkampf an und wird der Mannschaft gut tun“. FürMarco Josic dürfte dieses Derby trotzdem zu früh kommen. Er soll vermutlich weiter geschont werden, denn das Risiko für einen Einsatz des jungen Neuzugangs sei nach seinem Muskelfaserriss vor drei Wochen einfach noch zu groß“, ergänzt der Coach.
Phillip Simon, der beim FCS in seine dritte Saison geht und zuvor sechs Jahr in Kempten zu den Leistungsträgern zählte, hofft, dass es für seine Mannschaft in diesem erneuten Derby besser läuft, als beim Start in Durach. „Es klappt zwar noch nicht alles, aber wir sind auf dem Weg der Besserung und machen schon vieles richtig. Sollten wir in Führung gehen, müssen wir, anders als zuletzt, alles daran setzen, den Gegner nicht wieder ins Spiel kommen zu lassen und diesen Vorsprung bis zum Schluss verteidigen“.
