1.FC Sonthofen – TSV Aindling (Samstag)
(von Dieter Latzel)
Nach zwei Auswärtspartien in Folge darf der 1.FC Sonthofen (11. Platz/ 10 Punkte) am heutigen Samstag um 14.30 Uhr gegen den TSV Aindling (8. Platz/14 Punkte) mal wieder zu Hause ran. Man darf gespannt sein, ob die Hausherren endlich mal wieder einen Sieg einfahren können und damit den abwehrstarken Gästen auf die Pelle rücken.
In der Landesliga-Südwest hat sich in der zweiten Tabellenhälfte alles zusammengeschoben. Zwischen Mittelfeld und Abstiegszone ist es nur ein schmaler Grat. Neun Mannschaften liegen zwischen Platz 10 und 18 gerade einmal drei Punkte auseinander. In der momentanen Situation wäre ein Sieg Gold wert und man könnte zumindest kurzzeitig etwas durchatmen. In den vergangenen sechs Begegnungen (3 Unentschieden, 3 Niederlagen) brachte sich der FCS meist selbst um einen besseren Ertrag. Das sollte sich so schnell als möglich ändern, denn die Strickmuster waren immer dieselben. Sonthofens Trainergespann Oleg Weber und Andreas Hindelang wissen, was geändert werden muss und auf was es ankommt.
Weber spricht davon, dass das jüngste 2:2 Unentschieden in Manching Mannschaftsintern ausführlich analysiert und besprochen wurde, sowie die Dinge beim Namen genannt wurden. „Wir müssen unser Spiel gegen den Ball verbessern und dürfen nicht so leicht die Tore bekommen. Die letzten sechs Gegentreffer haben mit eigenen, individuellen undleichtsinnigen Fehlern zu tun“. Es sei nicht so, dass die Gegner sein Team an die Wand spielen, sondern der FCSspielt gut mit, bekommt aber die Gegentore zu leicht. Das seider Hebel an dem angesetzt werden müsse. Diese Dingewurden ausführlich in einer Sitzung besprochen. „Ich habe das Gefühl, dass wir als Mannschaft verstanden haben worum es geht. Jetzt müssen wir es in der heimischen Baumit-Arena gegen Aindling auf den Platz bringen“. Natürlich ging es auch um Themen wie Kommunikation und Abstimmung untereinander, so Weber weiter. „Der Punkt ist, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufzutreten, bereit zu sein alles auf dem Feld zu lassen, sich aufzuopfern und zu leiden um die drei Punkte einzufahren. Wenn wir das schaffen, wird die Sieglosserie brechen. Das geht jedoch nur im Kollektiv“.
FCS-Kapitän Marco Zettler ist mit der bisherigen Punkteausbeute auch nicht zufrieden. „Wenn man die Umstände betrachtet, muss ich ehrlich sagen, hatte ich so eine Saison noch nie. Ich spiele jetzt auch schon lange Fußball, aber was wir heuer an Verletzungen und Krankheiten auffangen müssen, ist schon heftig. Man sieht es an unseren ständig wechselnden Aufstellungen. Klar hat das Auswirkungen. Weil wir die Mannschaft immer wieder umbauen müssen, ist es schwer Konstanz rein zu bringen“. Nichtsdestotrotz schaut Zettler den kommenden Aufgaben positiv entgegen. Wir lassen uns nicht unterkriegen, denn auch die Stimmung in der Mannschaft sei gut. „Ich glaube, dass ein jeder die aktuell schwierige Situation ganz gut einschätzen kann und dass wir uns nur gemeinsam aus diesem Loch befreien können“. In den letzten beiden Spielen seien die Ansätze zeitweise schon ganz gut gewesen. Jetzt müsse das gegen Aindling halt mal über 90 Minuten gezeigt werden. „Wir werden alle fest daran glauben, denn es ist an der Zeit mal wieder drei Punkte zu holen. Dann schaut die Sache schon wieder ganz anders aus“.
Gegner TSV Aindling ist nach dem 2:0 Erfolg gegen Illertissen II im Aufwind. Im Team der Gäste stehen einige Akteure, die schon höherklassig gespielt haben, wie Torwart Kevin Schmidt und Dominic Robinson. Mit dem Ex-Gundelfinger Laurin Völlmerk haben sie einen richtigen Knipser in ihren Reihen, der 7 ihrer 13 Tore schoss und damit zweiter der Landesliga-Torjägerliste ist.
