TSV Rain/Lech – 1.FC Sonthofen (Samstag)
(von Dieter Latzel)
Zum Duell der letztjährigen Bayernligisten kommt es heute um 14.00 Uhr im Georg Weber-Stadion, wenn der 1.FC Sonthofen (10. Platz/13 Punkte) den dortigen TSV Rain (5. Platz/21 Punkte) herausfordert. Die Oberallgäuer haben sich stabilisiert, sind im Aufwind und wollen auch gegen die beste Defensive der Liga (9 Gegentore) etwas Zählbares mitnehmen.
Im bisherigen Saisonverlauf haben die Hausherren klar die Nase vorn. Das Team von Spielertrainer Dominik Bobingerkönnte, so wie es aussieht, im Aufstiegsrennen ein gewichtiges Wort mitreden und ist zu Hause noch ungeschlagen (4 Siege, 1 Unentschieden). Davon will sich der 1.FC Sonthofen aber nicht beeindrucken lassen. In der letzten Saison konnten die Kreisstädter mit einem 3:1 Sieg im Gepäck die Heimreise antreten. So langsam scheinen sie nun eine Klasse tiefer in Form zu kommen. Mit Markus Notz wird zwar, nach seiner schweren Verletzung, der Kreativmotor im Mittelfeld lange Zeit ausfallen und erst im neuen Jahr wieder eingreifen können, dafür ist Sebastian Streit wieder mit an Bord. Auch Phillip Simon ist nach seinem Muskelfaserriss wieder ins Training eingestiegen und beim LangzeitverletztenBenedikt Buchberger dürfte es auch bald soweit sein. Das Lazarett scheint sich tatsächlich zu lichten.
Spielertrainer Andreas Hindelang hat Rain schon beobachtet. „Die sind Absteiger genauso wie wir, haben uns aber punktetechnisch einiges voraus. Da kommt ein unangenehmerGegner auf uns zu, der schwer zu bespielen ist“, sagt der Coach. Der TSV sei eine sehr stabile Mannschaft, richtig abgezockt und habe zwei-drei Schlüsselspieler in ihren Reihen. „Wir sollten aber in allererster Linie auf uns schauen und das positive Gefühl durch den jüngsten 1:0 Sieg gegen Aindling weiter ausbauen. Wichtig wird sein, dass wir zuversichtlich und vor allen Dingen mutig in die Partie hineingehen und daran glauben, dass wir was reißen können. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir uns so langsam gefangen haben. Wir sehen immer gut aus, wenn wir mit voller Leidenschaft sowie eisernem Willen auftreten und alles aus uns herausholen, sodass wir uns nichts vorzuwerfen haben. Wenn uns das gelingt, werden wir auch in Rain punkten“, glaubt Hindelang.
Auch Außenverteidiger Maurice Jaumann, der sich nach seinem Nasenbeinbruch wieder zurückgekämpft hat und mit Maske auftritt, vertritt die Meinung, dass es seine Mannschaft einfach schaffen muss, körperlich dagegen zu halten. „Am besten über die gesamte Spieldauer. Zuletzt seien durch dieintensive Spielweise am Ende die Kräfte etwas geschwunden. Da müssen wir zulegen“. Deshalb gelte es weiter fleißig an der Physis zu arbeiten. „Nachdem einige Verletzte zurückkommen, sind wir in der Breite ganz gut aufgestellt und haben wieder mehr Alternativen. Wir wollen auf alle Fälle den Aufwärtstrend mitnehmen. Wenn es uns gelingt hinten die Null zu halten, dürften unsere Chancen für die nächsten drei Punkte ganz gut stehen. Denn vorne sind wir immer für einen Treffer gut“. Für Fans besteht um 9.45 Uhr mit dem Bus vom Parkplatz der Firma RS-Getriebe eine Mitfahrgelegenheit.
