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1.FC Sonthofen – FC Kempten 1:1 (0:1)

1.FC Sonthofen – FC Kempten 1:1 (0:1)

(von Dieter Latzel)

Es war einiges los in diesem umkämpften Flutlicht-Derbyvor knapp 500 Zuschauern. Zwei Kopfballtore am Ende der ersten sowie zweiten Halbzeit führten letztendlich dazu, dass es beim 1:1 (0:1) zwischen dem gastgebenden 1.FC Sonthofen und dem FC Kempten keinen Sieger gab. Die Hausherren waren eine gute Stunde in Überzahl, konnten aber erst in der Schlussphase ausgleichen.

Von Beginn an ging’s richtig emotional zur Sache. Nach 10 Minuten prüfte Kevin Haug FCS-Schlussmann Marco Zettler. Auf der Gegenseite wurde es bei Freistößen von NomanWalizada und Phillip Simon gefährlich. Ab der 35. Minute war Kempten durch die gelb-rote Karte von Marcell Graf in Unterzahl. Ab diesem Zeitpunkt bekamen die Hausherren ein Übergewicht. Als Benedikt Buchberger abgezogen hatte, verhinderte Gäste-Keeper Buron Aurhammer den Einschlag. In dieser guten Sonthofer Phase fiel jedoch die Kemptener Führung durch einen Kopfballtreffer von Andreas Hindelang.

Nach dem Seitenwechsel rannte der FCS dem Rückstand hinterher. Kempten verteidigte geschickt, setzte auf Konter und Haug hatte in der 70. Minute die Vorentscheidung auf dem Fuß, verpasste jedoch das 2:0. Mit zunehmender Spieldauer ging Sonthofen Risiko, warf alles nach Vorn und der Druck wurde immer größer. Als Maurice Jaumanngeflankt hatte, erzielte Diar Blaku wie im Hinspiel, das 1:1. In der hitzigen Schlussphase hätten die Hausherren die Partie sogar noch komplett wenden können, doch Fabian Kroh und Walizada vergaben überhastet.

Sonthofens Trainer Oleg Weber analysierte nüchtern: „Der Punkt ist in Überzahl eigentlich zu wenig. Ich kann meinen Spielern aber keinen Vorwurf machen. Wir wollten bis zur letzten Minute. Entscheidend war, dass wir in der Box nicht genügend Durchschlagskraft entwickelten“. Im Angriffsdrittel habe einfach etwas Ruhe und Konsequenz gefehlt.

Gäste-Coach Felix Thum sprach von einem heißen Fight. Die gelb-rote Karte sei so etwas wie der Wendepunkt in der Partie gewesen. „Die Führung hat uns jedoch in Unterzahl richtig gepusht. Wir sind froh, wie das Ganze ausgegangen ist. Am Schluss fühlt es sich aber trotzdem wie eine Niederlage an, wenn man so lange alles gegeben hat“.