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FV Illertissen II – 1.FC Sonthofen (Dienstag)

FV Illertissen II – 1.FC Sonthofen (Dienstag)

(von Dieter Latzel)

Im Nachholspiel am heutigen Dienstag-Abend um 18.30 Uhr beim FV Illertissen II (7. Platz/15 Punkte) muss der 1.FC Sonthofen (12. Platz/8 Punkte) nach vier sieglosen Partien so langsam mal wieder ans Punkten denken. Mit Tim Lorenz ist nach seiner Rot-Sperre ein wichtiger Stabilisator im Abwehrzentrum zurück.

Die Zahlen und Fakten sprechen derzeit eine deutliche Sprache. Die sahen in den vergangenen Wochen bei den Kreisstädtern alles andere als gut aus. Aus den letzten vier Spielen sprang gerade mal ein magerer Punkt heraus. In der Tabelle hat sich alles zusammengeschoben. Mittlerweile ist ein direkter Abstiegsplatz bedrohlich nahe gekommen. Jetzt gilt es ein Zeichen zu setzen. Um etwas durchatmen zu können, wäre es wichtig in Illertissen nicht leer auszugehen. Der Druck auf die junge Mannschaft nimmt also zu. Mit den Hausherren wartet eine heimstarke junge Truppe auf die Oberallgäuer. Sie sind im heimischen Vöhlin-Stadion eine Macht und haben dort, bis auf die 1:3 Niederlage gegen Spitzenreiter Schwabmünchen, alles gewonnen.

Davon zeigt sich Johnny Martin wenig beeindruckt. Der jungeAußenverteidiger wechselte zu Beginn der letzten Saison von Illertissen nach Sonthofen und entwickelte sich mittlerweile zur Stammkraft. Obwohl er seit Wochen angeschlagen ist, beißt er immer wieder auf die Zähne und wird vermutlich auch gegen seinen Heimatverein in der Startelf stehen. „Gegen Illertissen geht’s immer, verspricht er besonders motiviert“. Noch sei die Tabelle sehr kompakt, aber er weiß, dass dringend Punkte her müssen, damit seine Mannschaft nicht den Anschluss verliert. Am besten einen Dreier. Es wäre wichtig ein anderes Gesicht zu zeigen. „Jeder muss nochmal eine Schippe drauflegen und sich auch kritisch hinterfragen, ob er bis jetzt immer alles gegeben hat, oder ob noch ein bisschen Luft nach oben drin ist“.

Sonthofens Trainer-Duo Oleg Weber und Andreas Hindelangsind derzeit nicht zu beneiden. Klar hätten die vielen Ausfälle Spuren hinterlassen. Deshalb mussten wir immer wieder umstellen. Weber will die angespannte Personallage aber nicht als Ausrede gelten lassen. „Jetzt sind die Spieler gefordert, die auf dem Platz stehen. Sie müssen bereit sein alles zu geben und können nun zeigen, dass sie in den Kader gehören und uns weiterbringen“. Gut sei, dass Tim Lorenz nach seiner Rostsperre wieder zurück ist. „Er war in unserem Team vor dem Platzverweis einer der besten Verteidiger“. Es brauche bestimmte Tugenden um Spiele zu gewinnen. Zuletzt gegen Pfaffenhofen habe es in der ersten Halbzeit genau an diesen Tugenden gefehlt. Die Tabellenposition wo sich sein Team derzeit befindet, birgt seiner Meinung nach die Gefahr, dass man in eine Negativspirale kommen kann. „Ich muss ehrlich sagen, es gibt bei unseren Auftritten Phasen wo wir wirklich gut sind und genau diesen Fußball spielen den wir wollen. Aber die Ergebnisse passen nicht. Am Ende zählen einfach die Punkte“. Weber hofft, das schnellstmöglich umkehren zu können. „Dass die Ergebnisse wieder in unsere Richtung laufen und nicht gegen uns“.