TSV Jetzendorf – 1.FC Sonthofen (Samstag)
(von Dieter Latzel)
Hop oder Top – Saisonende oder Verlängerung – es ist noch alles drin für den 1.FC Sonthofen (3. Platz/60 Punkte), wenn es am heutigen Samstag beim TSV Jetzendorf (10./46) um die Wurst geht. Die Kreisstädter müssen gewinnen, haben es aber nicht mehr in der eigenen Hand und sind auf Schützenhilfe angewiesen.Anpfiff im Lorenz-Wagner-Stadion ist um 14.00 Uhr.
Coach Oleg Weber hat den FCS im Laufe der Punkterunde zu einer richtigen Einheit geformt. Als Star im Team hat sich die Mannschaft herauskristallisiert. Insgesamt kamen 28 Spieler zum Einsatz. Dauerbrenner ist Kapitän Marco Zettler. Der 27-jährige Torwart hielt achtmal zu Null und fehlte in den Punktspielen der aktuellen Saison noch keine einzige Minute. In die bisherige Torschützenliste konnten sich mit Hindelang (8), Jozic, Youssef, Notz (alle 7), Streit (5), Bechter, Blaku, Tim Lorenz (alle 4), Klinger, Marc Lorenz, Schmölz(alle 3), Jaumann (2), Holzapfel und Simon (1) gleich 14 Spieler eintragen.
Weber weiß, dass mit Jetzendorf im letzten Spiel noch einmal eine richtig schwierige Aufgabe wartet, die ihnen alles abverlangen wird. „Wir wissen, dass wir unbedingt gewinnen müssen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Pfaffenhofen noch Punkte liegen lässt. Trotzdem richten wir den Fokus ganz klar auf uns selbst“. Jetzt gelte es, zum Saisonende noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und alles auf dem Platz zu lassen. „Wir wollen das, was in unserer eigenen Hand liegt, auf unsere Seite ziehen und danach schauen, wohin der Weg führt – ob es in den wohlverdienten Urlaub geht oder ob wir die Chance bekommen, über die Relegation um den Aufstieg in die Bayernliga zu spielen“, so der Coach. Weber würde es seinen Spielern von Herzen wünschen, weil sie sich das nach dieser langen und turbulenten Saison absolut verdient hätten. „Vielleicht zünde ich am Samstag vor dem Spiel tatsächlich noch eine Kerze an“.
Zum Abschluss der Saison müsse man sagen, dass dieses Jahr für sein Team insgesamt sehr turbulent verlaufen sei, erinnert sich der FC-Trainer. „Der Start war alles andere als einfach, was sicherlich auch noch mit dem Abstieg aus der vergangenen Saison zusammenhing. So etwas macht natürlich mental etwas mit einer Mannschaft und sitzt bei vielen Spielern zunächst noch im Kopf. Dazu kam enormes Verletzungspech, das uns bereits in der Anfangsphase der Saison brutal getroffen hat und uns immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt hat“. Außerdem hätte sich nach dem Abstieg auch die Kadersituation deutlich verändert. Einige wichtige und prägende Spieler haben den Verein verlassen, gleichzeitig seienneue Spieler hinzugekommen. „Auch die Mannschaft und ich mussten uns zunächst kennenlernen – sowohl menschlich als auch in Bezug auf meine Vorstellung und Idee vom Fußball. Das braucht Zeit, Vertrauen und gemeinsame Erfahrungen. Ich glaube aber, dass wir uns gerade gegen Ende der Hinrunde immer besser gefunden haben und sich das dann auch in unseren Leistungen und Ergebnissen widergespiegelt hat. Besonders gerne denke ich an unsere Serie von fünf Siegen in Folge zurück, mit der wir uns in der Tabelle wieder nach oben gearbeitet haben und als Mannschaft noch enger zusammengerückt sind“.
Mit der Rückrunde ist Weber insgesamt mehr als zufrieden. „Wir haben in dieser Phase lediglich drei Spiele verloren, was zeigt, wie konstant und stabil die Mannschaft über viele Wochen gearbeitet hat. Trotzdem gehört auch eine gewisse Demut dazu, denn wir haben zwei entscheidende Spiele, in denen wir uns auf Platz zwei hätten festsetzen können, nicht auf unsere Seite ziehen können. Deshalb haben wir es jetzt am letzten Spieltag nicht mehr komplett selbst in der Hand, die Relegation zu erreichen“, sieht Weber die Situation realistisch.
Gegner Jetzendorf ist Zehnter und hat eine ordentliche Saison abgeliefert. Bis kurz vor dem Ende der Hinrunde stand der TSV sogar auf Platz Zwei. Dann ging es schrittweise ins Mittelfeld zurück. Die Hausherren können befreit aufspielen. Für die Oberbayern geht es nur noch um die Platzierung. Ein einstelliger Tabellenrang liegt für die spielstarke Truppe von Coach Markus Pöllner durchaus im Bereich des Möglichen. Das Hinspiel ging knapp mit 1:0 an Sonthofen.
Für Fans besteht um 10.00 Uhr mit dem Bus vom Parkplatz der Firma RS-Getriebe eine Mitfahrgelegenheit.
Foto Verabschiedungen:
Am vergangenen Samstag beim letzten Heimspiel gegen Hollenbachverabschiedeten (von links) Vizepräsident Marcus Herrfeld und Präsident Matthias Schmidle, sowie (rechts außen) Sportleiter Andreas Fink zwei verdiente Leistungsträger. Johnny Martin (3. von links) sagte nach zwei Jahren sowie Urgestein Andreas Hindelang (4. von links) nach sieben Jahren Servus.
