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SG Niedersonthofen/Martinszell – 1.FC Sonthofen (Samstag)

SG Niedersonthofen/Martinszell – 1.FC Sonthofen (Samstag)

(von Dieter Latzel)

Aufwärtstrend gegen Abwärtstrend sind die Vorzeichen, wenn der 1.FC Sonthofen (4. Platz/40 Punkte) am heutigen Samstag um 14.00 Uhr bei der SG Niedersonthofen/Matinszell (15. Platz/20 Punkte) Farbe bekennen muss. Die Kreisstädter wollen keine Schwäche zeigen. Sie wissen aber, dass die abstiegsbedrohten Hausherren ein weiteres Abrutschen in der Tabelle mit allen Mitteln verhindern wollen und erwarten einen heißen Kampf. Beide Lager haben jedoch einige Ausfälle zu verkraften.

Seit dem Hinrundenspiel der Kontrahenten hat sich eine Menge getan. Damals am 8. Spieltag reisten die Niso-Boys als Tabellenvierter (16 Punkte) mit der Aufstiegseuphorie im Rücken zum Zehnten FCS (9 Punkte) und holten bei diesem Landesliga-Premiere-Treffen ein 1:1 Unentschieden. Zwischenzeitlich hat sich die Ausgangslage jedoch gedreht. Die junge Sonthofer Mannschaft hat sich gut entwickelt und eine Aufholjagd gestartet. Niedersonthofen, in deren Kader acht Spieler stehen, die auch schon für den FCS aktiv waren, hat mittlerweile die raue Wirklichkeit eingeholt und rutscht immer tiefer in den Abstiegsstrudel. Zu Hause konnte die SG allerdings 15 ihrer 20 Punkte einfahren.

Sonthofens Trainer Oleg Weber weist darauf hin, dass ein Derby immer eine besondere Brisanz mit sich bringt: „Da ist grundsätzlich alles möglich. Wir haben aus unseren letzten 15 Spielen nur eines verloren, und dabei soll es auch nach diesem Aufeinandertreffen bleiben“, gibt der Coach gleich mal die Richtung vor.Uns ist bewusst, dass die Aufgabe nicht einfach wird, vor allem weil wir zum ersten Mal auf Rasen spielen. Spielerisch dürfte es vermutlich kein Leckerbissenwerden, aber wir haben uns genau auf so ein Spiel gut vorbereitet. Es wird sehr physisch werden“, so Weber weiter.Seine Mannschaft wird sich auf viele Luftduelle einstellen müssen. „Aktuell sind wir jedoch sehr gut drauf und wollen auch dieses Spiel unbedingt gewinnen. Besonders freut sich der FCS-Coach derzeit über Benedikt Buchberger, der seine Verletzung auskuriert hat, diese Woche wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen ist und einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat.

Auch Jannik Holzapfel und Sebastian Streit blicken voller Vorfreude auf das Nachbarschaftsderby. Beide glauben daran, dass ein Sieg möglich ist. Holzapfel weiß, dass es nach Oben schon noch ein weiter Weg sei: „Aber wir wollen dran bleiben und alles geben damit die Möglichkeit weiterhin besteht. Egal ob wir auf Kunstrasen oder auf derzeit schwer bespielbarem Naturrasen auflaufen. Das darf keine Rolle spielen. Es wird bei einem Derby immer ein Kampfspiel werden“. Darauf habe sich der FCS eingestellt. „Wenn wir unser Ding machen, die Chancen nutzen, defensiv weiter so stabil stehen und so diszipliniert arbeiten wie zuletzt, stünden die Chancen für einen „Dreier“ richtig gut.

Sebastian Streit sagt, dass man keinen Gegner in dieser Liga unterschätzen sollte. „Das wird uns sicher nicht passieren“. Der Außenangreifer ist der Meinung, dass seine Mannschaft derzeit gut in Form ist und durch den jüngsten 3:1 Erfolg gegen den Tabellennachbarn Illertissen nochmal eine große Portion Energie getankt habe. „Diesen Aufschwung wollen wir nützen und auch in Niedersonthofen wieder unsere Stärke zeigen“.